AG68 - Mach mit!

Infostand auf dem AntifaCamp & nächstes Treffen

Die Planungen für das kommende Halbjahr laufen auf Hochtouren:

sexfrontEs wird Veranstaltungen zu Sexualitätsdiskursen, Japan und Italien 1968 mit Bezug zu den G8-Protesten in diesem und im nächsten Jahr, eine größere Veranstaltung zu Mexico 68 & heute zusammen mit dem dortigen Auslandsbüro der RLS und eine Veranstaltung über 68 hinaus zur heutigen us-amerikanischen Linken geben. Darüber hinaus planen wir eine Lesereihe mit Texten von und über 68 und streben eine weitere Veranstaltung zum Prager Frühling und dessen Bedeutung heute an.

Außerdem sind wir mit einem Infostand auf dem Antifa-Camp im Rheinland vom 25.-29. Juni 08 verteten.

Unser nächstes AG68-Treffen findet am 2. Juli 08 in den Räumen der rls NRW (Duisburg, Siegstr. 15) statt. Es ist für alle Interessierten offen!

Was verändert die Welt? - die AG68 auf dem BuKo31

Sa, 10.5.08, 15:00-16:30 Uhr
Mexico 1968 und die Bewegung heute
mit Bernd Barenberg (AG68) und Sevim Dağdelen (Bundesverband der MigratInnen) – angefragt

mexico68Am 2. Oktober 1968 schoss das mexikanische Militär auf eine Groß-Demonstration auf dem Platz der drei Kulturen, die Zahl der Toten ist bis heute unbekannt. Die seit Monaten andauernden Proteste richteten sich gegen die massiv zunehmende Repression im Vorfeld der Olympischen Spiele. Es sollte Ruhe und Ordnung herrschen, Mexiko als weltoffen und demokratisch erscheinen. Die zunächst klein beginnende Studierendenbewegung, die sich am Pariser Mai und der Bürgerrechtsbewegung der USA orientierte, wurde von Beginn an drastisch bekämpft. Die überzogene Repression führte dabei zu immer größerer Mobilisierung, Universitäten wurden besetzt. Die Demonstration auf dem Platz der drei Kulturen mit 10.000 bis 20.000 Beteiligten war die letzte der Bewegung: Über 2000 Verhaftungen, Hunderte Verletzte und eine unbekannte Zahl an Toten, Schätzungen sprechen von 40 bis 300.
Um daran zu erinnern und mit der aktuellen Debatte etwa um die Zapatistas zu verbinden, wollen wir für den 2. Oktober 2008 einen Aktionstag vorschlagen. Eine Tagesveranstaltung könnte die damaligen Ereignisse in ihrer aktuellen Rezeption beleuchten und um die Frage nach dem Verhältnis zum Staat gruppieren.


Sa, 10.5.08, 17:00–18:30 Uhr
Südamerikas Diktaturen: Erinnerungsarbeit heute
mit Susana Romana Sued (Argentinien)

Die sogenannten 68er in Argentinien: Mithilfe des Militärs putschte sich Juan Carlos Onganía 1966 an die Macht und übernahm das Amt des Präsidenten. Schlagzeilen machte Onganías harte Unterdrückung studentischer Protestbewegungen sowie der Rockmusik, die sich ab 1967 zu etablieren begann.
Susana Romana Süd war selbst damals Teil der Front von Studierenden, ArbeiterInnen und Gruppen innerhalb der Kirche gegen die Diktatur. In ihrer literarischen Erinnerungsarbeit kommen vor allem Frauen zu Wort.


So, 10.5.08, 10:00–11:30 Uhr
Was verändert die Welt? Auftakt zur Lesereihe
Allain Badiou: Der Demokratiebegriff und die Diskontinuität im Politischen

mit Susanne Schäfer (AG68)

Alain Badiou reflektiert den heutigen Demokratiebegriff und stellt seine Fixierung auf den Staat infrage. In wenigen singulären Ereignissen findet er dagegen die Momente, die den Souverän sprechen lassen. „Die politische Gleichheit ist nicht das, was man will oder projektiert, sie ist das, was man im Feuer des Ereignisses hier und jetzt deklariert als das, was ist, nicht als das, was sein soll.“ Wie argumentiert Badiou seine Konzeption von ‚Demokratie’ und was heißt das für die politische Praxis? Und: Waren die 68er eine solche Singularität, die Gleichheit zu einer Praxis jenseits des Staates macht?

Textgrundlage: Alain Badiou: Hochspekulative Gedanken über den Demokratiebegriff + Wahrheiten und Gerechtigkeit, aus: Ders.: Über Metapolitik (pdf)

6. Mai 08: nächstes Treffen der AG68 - FÄLLT LEIDER AUS

im Sitzungsraum der Rosa Luxemburg Stiftung NRW
in der Siegstr. 15, Duisburg-Innenhafen


Dort berichten wir über die Fachtagung der rls in Hamburg sowie den SDS-Kongress in Berlin und bereiten uns auf den BuKo31-Kongress in Dortmund vor. Dort hoffen wir Veranstaltungen zu Antiimperialismus damals & heute, zu Kontinuitäten in Japan und Mexico anbieten und einige Filme zeigen zu können.
Weiterhin planen wir eine Reihe von Lese- und Diskussionsrunden zu Texten von und über 1968, etwa von Agnoli, Bourdieu, Marcuse oder Wallerstein; auf dem BuKo31 wird diese Reihe mit einem Workshop zum Text von Badiou (pdf, 1,5 MB) vorgestellt.

AG68 lädt ein: "Der Demokratiebegriff und die Diskuntinuität im Politischen"

Offene Debatte zu Umbruch und Singularität in der politischen Theorie

Mi, 12. März, 19 Uhr, Duisburg
im Büro der rls NRW, Siegstr. 15

Ein Demokratiebegriff, der sich immer schon positiv auf den Staat bezieht, ist für Badiou zutiefst widersprüchlich. Seine philosophischen überlegungen zeigen die Grenzen des althergebrachten Demokratiebegriffs auf und beschäftigen sich mit der Frage, wo Gleichheit und Gerechtigkeit denn tatsächlich stattfinden. Womöglich gerade in jenen Umbrüchen, die den Staat als Akteur des Politischen alt aussehen lassen.
Wir wollen diskutieren, ob diese Ansätze helfen, das jahr 1968 und seine Folgen besser zu verstehen.

Textgrundlage: Badiou, Alain: Hochspekulative Gedanken über den Demokratiebegriff + Wahrheiten und Gerechtigkeit, aus: Ders.: Über Metapolitik (pdf)

Wer mag, kann schon ab 18 Uhr am organisatorischen Teil der AG68 teilnehmen.

nächstes Treffen der AG68

Am 12.03.08 um 18 Uhr treffen wir uns in der AG68 wieder in den Räumen der Rosa Luxemburg Stiftung NRW (Siegstr. 15, Duisburg)

Die 68er Bewegung im Jahr 2008

Für die Linke sind die 68er ein großes Lehrstück von Erfolgen und Niederlagen, kritischer Theorie und widerständiger Praxis, von Bewegung und Bewegten.
Deshalb gilt es ein Bild der 68er zu stärken, das neben dem Erreichten, auch an die transformatorischen Ansätze anknüpft, die bis heute ihrer Realisierung harren.

Von Filmveranstaltungen wie Blutige Erdbeeren, The Weather Underground, Rot ist die blaue Luft, Von der Revolte zur Revolution, Sir! No Sir!, Das Jahr 01, Sterben mit 30, Mai 68 im Quartier Latin oder Kann die Dialektik Ziegelsteine zerbrechen?
StudiProtestund Diskussions-Veranstaltungen zu Notstandsgesetzen, Vietnamkrieg und die Friedensbewegung, Alte und Neue Linke im Gespräch, Die 68erinnen – Rebellische Frauen und Politik als ‚Männersache’, 68er Bewegung international, 68 und die Arbeiter, Alt-Nazis und Kontinuitäten, Kommune zum Generationenhaus, Drogenpolitik – Jugendkultur & Rauschkultur, Politrock gestern und heute, Die bürgerliche Familie – 68er vs. Eva Hermann, Studierendenprotest & SDS – damals und heute, Der Kongress ‚100 Jahre Kapital’ und was davon geblieben ist, Cornelius Castoriadis, Marcuse, Vorwärts und viel vergessen – linke Bewegungsgeschichtsschreibung, und anderen Themen ist im nächsten Jahr einiges geplant.
Auch in Hamburg wird es eine Tagung der Stiftung zum Thema geben.

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